Ingo, 26, Psychologiestudent
Als ungeimpfter und kritischer Student ist mir während meiner Wohnungssuche für mein Studium vor allem eine Situation in Erinnerung geblieben. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch in eine WG eingeladen. Als ich dort ankam, wurde ich höflich empfangen und es gab Tee. Im anschließenden, etwa einstündigen Gespräch, zeigten sich einige gemeinsame Interessen zwischen mir und den Studenten – nach der anschließenden Führung durch die WG war ich optimistisch, nach etlichen WG-Castings und Absagen einen passenden Ort gefunden zu haben.
Kein Zimmer für Ungeimpfte
Doch es kam anders. Als ich mich gerade ankleidete, um den Heimweg anzutreten, wurde ich nach meinem „Impf-Status“ gefragt. Ich antwortete, dass ich nicht geimpft, aber genesen sei. Darauf folgte die Nachfrage, ob ich noch vorhätte, mich „impfen“ zu lassen, was ich ebenfalls verneinte. Die abschließenden Worte der Studentin waren sinngemäß, dass sich alle Bewohner der WG
deutlich sicherer und entspannter fühlen würden, wenn alle Mitbewohner „geimpft“ seien. Mein Gefühl sagte mir, dass es das damit gewesen war und ich wohl in ein paar Tagen die Absage von dieser WG erhalten würde. Dies traf dann auch so ein.
Warnung vor Querdenkern
Nach meiner Erfahrung bei der Wohnungssuche blieb ich distanziert, beobachtete weitestgehend das Treiben an der Universität, und versuchte, mich mit dem Fach auseinanderzusetzen und hoffte auf wenig politische Färbung und Unterbrechungen. Diese Hoffnung wurde herb enttäuscht. Seitens der Professoren kam es vermehrt zu politisch gefärbten Aussagen in Bezug auf die Bewegung Querdenken, Montagsspaziergänge und zur penetranten Hervorhebung der Wichtigkeit der „Impfung“, der Wirksamkeit der Masken und Maßnahmen.
Sogar in etlichen Unterlagen tauchte immer wieder das Thema Impfung in diversen abgewandelten Formen auf. Auch in Klausuren wurden gezielt politische Beispiele gewählt, um einen Sachverhalt „anschaulich“ darzustellen, der im Wesentlichen der Schwarz-Weiß-Malerei des Mainstreams entspricht. (Grün ist gut, AfD ist schlecht).
Interpretation ist alles
Eine besonders eindrückliche Situation spielte sich während der Interpretation einer Statistik, die den Zusammenhang zwischen Impfrate und Sterberate darstellte, ab. Auf der Darstellung war zu erkennen, dass in Gebieten mit einer hohen Impfrate ebenfalls eine hohe Sterblichkeit vorlag. Die Professorin wies uns zunächst darauf hin, dass man grundsätzlich vorsichtig bei der Zuschreibung und Interpretation von Ursachen sein sollte, um sich eine wissenschaftliche Neutralität zu bewahren.
Dann kam sie gleich auf den Punkt und wies uns darauf hin, dass diese oder eine ähnliche Statistik bereits den „Impfkritikern“ in die Hände gefallen und von jenen falsch interpretiert worden sei. Diese sahen wohl eine Bestätigung ihrer Annahme, dass die „Impfung“ zu erhöhter Sterblichkeit führe. Die Professorin versuchte uns zu überzeugen, dass dies die gänzlich falsche Auslegung sei.
Ihrer Meinung nach sei alles ganz anders: In Regionen mit erhöhter Sterblichkeit gäbe es eine erhöhte Furcht vor dem Tod, weshalb sich dort auch mehr Menschen „impfen“ ließen. Nach ihrem Empfinden war dies tatsaächlich die plausiblere Antwort, die sie dann auch selbstbewusst vertrat und versuchte, uns Studenten einfach überzustülpen. Ganz nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
Von den Studenten kamen keinerlei Gegenargumente oder Nachfragen.
Wissenschaftliche Quelle: Der ÖRR
In einer anderen Vorlesung betrat ich den Vorlesungssaal, als bereits eine
Powerpoint-Präsentation lief. Diese zeigte eine Grafik, auf welcher in Schritten die Wirksamkeit der medizinischen Masken gegen eine Infektion mit Covid dargestellt war. Das ging so weit, dass laut dieser Folie die Infektionswahrscheinlichkeit ohne Maske bei nahezu 100 %, mit FFP2-Maske bei 0,5 % lag. Als Quelle der Folie war ein öffentlich-rechtlicher Nachrichtensender vermerkt.
In der anschließenden Vorlesung betonte die Professorin stets die Wichtigkeit von Wissenschaftlichkeit und die genaue und kritische Überprüfung von Quellen, um zu zuverlässigen Ergebnissen zu kommen. Was mich besonders irritierte ist, dass die Professorin bestens mit der menschlichen Biologie vertraut ist, beziehungsweise sein sollte, da sie Biologie unterrichtet und in einer Vorlesung auch die Auswirkungen von Sauerstoffmangel auf das Gehirn aufzeigte (welcher möglichst zu vermeiden ist) – gleichzeitig hielt sie alle Studenten dazu an, während der Vorlesung, also etwa 90 Minuten lang, ohne längere Pause, eine Maske zu tragen.
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Zitat: “Wissenschaftliche Quelle: Der ÖRR. In einer anderen Vorlesung betrat ich den Vorlesungssaal, als bereits eine
Powerpoint-Präsentation lief. Diese zeigte eine Grafik, auf welcher in Schritten die Wirksamkeit der medizinischen Masken gegen eine Infektion mit Covid dargestellt war. Das ging so weit, dass laut dieser Folie die Infektionswahrscheinlichkeit ohne Maske bei nahezu 100 %, mit FFP2-Maske bei 0,5 % lag. Als Quelle der Folie war ein öffentlich-rechtlicher Nachrichtensender vermerkt.
In der anschließenden Vorlesung betonte die Professorin stets die Wichtigkeit von Wissenschaftlichkeit und die genaue und kritische Überprüfung von Quellen, um zu zuverlässigen Ergebnissen zu kommen.”
Mutet so an, dass dienst- u. / o. fachaufsichtsrechtliche Eingaben geboten sein könnten.
“Interpretation ist alles”
genau.
Auch religiöse Institutionen oder Kults lehren, wie man sich Ambiguitätstoleranz antrainiert, damit man es ertragen kann, wenn man sich mit Widersprüchen im Dogma konfrontiert sieht.
Hütet Euch vor den Guten! Denn die Guten kennen nur Gut und Böse. Wenn der Grundsatz “Audiatur et Altera Pars” (Auch die Andere Seite, sie möge gehört werden) unter Verdacht gerät, dann ist es nicht mehr weit, bis der Tugendterror um sich greift!
“wir vergessen nicht” – wir vielleicht nicht, aber die meisten haben es schon längst vergessen. Genau das gleiche könnte Morgen gleich wieder passieren. Das ist das beste Deutschland, in dem wir je lebten, anno 2023.
Das Problem ist, daß sie nicht vergessen haben, sie müssen die Schuldfrage neu erklärt bekommen. Logik spielt da keine Rolle, das macht die Blödquatsche. Und sie werden es wiederholen. Und wir werden es schuld sein. Darauf können Sie sich verlassen. Das ist das gute alte Prinzip der Wahrheit durch Wiederholung.