Liebe Leserinnen und Leser,
vor zwei Monaten hat unsere Seite das Licht der Welt erblickt – seitdem ist viel passiert. Und weil wir Euch gern daran teilhaben lassen wollen, gibt es ab jetzt einen Monatsrückblick. Und zwar direkt hier auf der Seite, anstelle eines E-Mail-Newsletters, öffentlich und für alle – ohne Abo.
Als Erstes wollen wir uns ganz herzlich für das große Interesse bedanken, für die vielen bewegenden Zuschriften, Eure Kommentare, Spenden und die positiven Rückmeldungen. Wir, das sind Thomas, bekannt als Digitaler Chronist und ich, bekannt als Annette Creft. Derzeit ein Zweierteam, betreiben wir diese Seite mit allem, was dazugehört. Ich schreibe und telefoniere mit den Menschen, redigiere und korrigiere ihre Berichte und veröffentliche sie. Thomas unterstützt mich bei der Technik und macht die Seite auf seinen reichweitenstarken Kanälen weiter bekannt. Wir tauschen unsere Ideen und Erfahrungen aus und sind ein wirklich gutes Team. Wir sind uns einig, wie wichtig die Aufarbeitung der Coronazeit ist – die zwischenmenschlichen Erschütterungen der letzten Jahre dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Über 1000 Besucher jeden Tag, die unsere Artikel lesen, geben uns recht. Technische Anfangsschwierigkeiten, die wohl jeder Seitenbetreiber kennt, führten zu einem neuen, verbesserten Design.
Vielfältige Themen
Fast täglich erreichen uns bewegende Berichte von Menschen, die sich alles von der Seele schreiben. Beim Lesen muss ich oft schlucken, den Kopf schütteln, schwanke zwischen Mitgefühl und Wut über das Unrecht. Unrecht, das ganz selbstverständlich, beschlossen von der Politik und willfährig von den Medien beklatscht, stattfinden konnte. Oft lesen wir über Missstände in Pflegeheimen, darüber, wie ältere Menschen von ihren Angehörigen getrennt und isoliert wurden, was besonders tragisch ist, da sie oft nicht einmal mitbekamen, was mit ihnen passiert – und warum. Mutige Lehrer schreiben uns, wie sie in der Schule alles versuchten, um das Leben der Kinder zu erleichtern, und dabei auf eiskalten Widerstand stießen. Behinderte Menschen wurden ausgegrenzt und aus Geschäften geworfen, friedliche Parkbesucher von der Polizei verscheucht; wie umfassend und gravierend die Verstöße gegen das Menschenrecht waren, können wir bis heute trotz allem nur erahnen.
Ungeimpfte, die am Arbeitsplatz die Hölle erlebten und auch privat viele Kontakte verloren, sie alle erzählen hier ihre Geschichte. Aber es gibt auch Positives – so schrieb mir eine ältere Dame fröhlich, wie gut es ihr in Schweden geht, seit sie vor dem Coronawahn dorthin „flüchtete“, und schickte mir Fotos von Elchen und der winterlichen Landschaft. Und sie ist nicht die einzige – von den Auswanderern, die auf unserer Seite vertreten sind, kommt viel positive Energie, und keiner von ihnen bereut den großen Schritt. Ich müsste lügen, würde ich sagen, dass mich dies verwundert. Besonders freut es mich, wenn die Leute in den Kommentarspalten Zuspruch und Trost erfahren und merken, sie sind nicht allein. Denn das ist auch Sinn dieser Seite – ein Austausch gegen das Vergessen.
Im Gespräch bleiben
ist wichtig! Bei unserem ersten Twitter-Space am 08. Februar haben laut Twitter 1160 Menschen zugehört, viele von Euch meldeten sich dort zu Wort und es entstand eine interessante, lebendige Diskussionsrunde. Hier als Podcast zum Nachhören.
Gern werden wir diese Talkrunden wiederholen, denn es tut gut, sich direkt zu unterhalten und sich dabei Luft zu machen über die Unfassbarkeiten der Coronazeit. In regelmäßigen Abständen stellen wir Artikel, Leserstimmen und Neuigkeiten auch in Videos vor. Hier unser aktuelles:
Auch wir-vergessen-nicht.com ist im Gespräch: Das Walnussblatt hat uns eine ganze Seite gewidmet. 
Eine Gruppe von Spaziergängern erwähnt unsere Seite zum Thema Aufarbeitung in ihrem Flyer und auch Kooperationsanfragen erreichen uns. Ein Leser fühlte sich sogar inspiriert, ein Theaterstück über die Coronazeit zu schreiben. Auch sehr gefreut hat mich, dass mir eine Dame Kurzberichte schickte – das Ergebnis ihrer eigenen Umfrage im Bekanntenkreis, wie Ungeimpfte die Coronazeit erlebt hatten. Diese konnte sie nun bei uns der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Beinahe täglich sind neue Berichte auf unserer Seite zu finden und bisher erreichten uns auch keine Feindseligkeiten, weder per E-Mail noch in den Kommentaren – sondern stets positive, rege Resonanz. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt – ganz besonders auf viele neue Zuschriften!
Bis bald,
Euer Team von „Wir vergessen nicht“
Danke für eure unheimlich wichtige u wundervolle Arbeit auch das werden wir nicht vergessen. Es gibt immer Menschen die zusammenhalten u versuchen dem Irrsinn einhält zu gebieten. Tut gut, dass sich auch andere darum sorgen wie viele Menschen das ganze verarbeiten.. Ihr seid sehr sehr wichtig.. Zeitdokument.. In 2 Jahren bitte ein gesammeltes Buch herausbringen. LG u Vielen Dank