Zauberfee, 45, Rentnerin

Bei meinem täglichen Einkauf in einer Bäckerei im Supermarkt wurde ich genötigt, eine Maske aufzusetzen oder der Mitarbeiterin mein Maskenbefreiungsattest zu zeigen. Dazu waren die
Mitarbeiter dieser Bäckerei nicht einmal befugt.  Als ich zu beidem nicht bereit war, wurde mir der Verkauf von Backware einfach verwehrt, mit der Aussage „entweder Maske auf oder Attest vorzeigen!“ Nach einem kurzen Aufklärungsgespräch meinerseits verließ ich dann ohne die Ware die Bäckerei, da sie mir ja nichts verkaufen wollten.

Diskriminierung? Wir doch nicht!

Anschließend habe ich mich im Internet bei der besagten Bäckereikette beschwert. Diese antwortete, die Mitarbeiterin hätte richtig gehandelt, und das sei keine Diskriminierung. Was natürlich schlichtweg falsch ist. Ich sehe diese Vorgehensweise als Nötigung an, meinem eigenen Körper Schaden zuzufügen. Außerdem als Diskriminierung, Erpressung, ja sogar Körperverletzung. Da ist das mit der nicht verkauften Ware erstmal zweitrangig.

Viele Geschäfte forderten am Eingang mit Hinweisschildern dazu auf, Maske zu tragen. Oft wurde Security-Personal extra zur Kontrolle vor dem Eingangsbereich platziert. Die Maske war dort Pflicht. Ob man davon befreit war oder nicht, interessierte niemanden.

Hinweisschilder oder Vorschriften für Menschen, die von der Maskenpflicht befreit waren, suchte man vergeblich. Ein Zeichen oder Schild, das deutlich machte, dass auch diese Personen den Supermarkt betreten dürfen. Allein das Ignorieren dieser Menschengruppe ist schon eine ersichtliche öffentliche Diskriminierung. Laufend wurde man an den Supermärkten kontrolliert; die Security-Leute waren oft sehr unfreundlich und nicht kooperationsfähig – und beratungsresistent, wenn man versuchte, mit ihnen über geltendes Recht zu sprechen. Man verwehrte mir des Öfteren den Zugang zu diversen Supermärkten, in denen ich vorher Stammgast war.

Mein Fazit: Zur Aufarbeitung der Corona-Krise sollte man nicht die Leute vergessen, die diese Spiele einfach mitgespielt haben, ohne auch nur einmal zu hinterfragen. Sie gehören für ihre Taten zur Verantwortung gezogen.

Ihr habt mitgemacht

Es waren die Ärzte, Läden, Tankstellen, Krankenhäuser, Zeitungen, Verbände, Vereine, Schulen, Supermärkte, die fleißig mitgemacht haben. Viele Beweise wie das rigorose Umsetzen der Maßnahmen sind ja dank Internet für jeden öffentlich zugänglich.

Die üblichen Ausreden wie “Ich wusste es nicht” oder “Ich habe nur Befehle ausgeführt”, lasse ich nicht gelten. Alle, die mitgemacht haben, hatten die Pflicht und auch die Zeit, sich
über die Schädlichkeit der Maßnahmen und der Masken ordentlich zu informieren. Aber das wollen ja die wenigsten hören. Es sollte eigentlich klar sein, dass man niemanden auf der Welt diskriminieren darf. Man sollte stattdessen nach einem gemeinsamen Weg suchen.

Zum Schluss will ich noch etwas Positives anfügen, denn es gab auch gute Erlebnisse. So hat ein Bäcker aufgrund der 2G-Regel zu Silvester seinen Berliner-Verkauf nach draußen vor die Bäckerei verlegt – um niemanden auszugrenzen. Chapeau, sage ich da nur!