Wir verzeihen nie

Manfred, 68, Rentner

Der Lebensgefährte meiner Mutter war an Demenz erkrankt. Damit meine Mutter ihn im Pflegeheim in Österreich besuchen konnte, musste sie vorher anrufen und einen Termin ausmachen. Voraussetzung für den Besuch war ein PCR-Test – mit Glück durfte sie ihren Partner dann einmal pro Woche besuchen, mit Maske – und das bei einem Demenzpatienten!

Vor seinem Tod kam er in ein Spital. Dort geschah die gleiche Prozedur, nur musste sie dort einen kompletten Seuchenanzug tragen. Natürlich erkannte der Lebensgefährte meine Mutter durch diese Maskerade nicht. Dies alles war für sie eine schreckliche Erniedrigung und sie konnte nichts dagegen tun. Es war eine Schande, mitzuerleben, wie ein geliebter Mensch alleine und einsam sterben musste. Meine Frau, meine Mutter und ich werden nie verzeihen, wie mit uns in dieser schweren Zeit umgegangen wurde. Meine Mutter versteht die Welt sowieso nicht mehr – ob Corona, Klima, Krieg in der Ukraine … sie wurde 1933 geboren und hat als Kind den Krieg miterlebt.

Sie ist nicht geimpft, ebenso wenig wie der Rest der Familie. Wir sehen uns schon lange keine Nachrichten der Mainstreammedien mehr an – unser Wissen kommt aus Büchern und Quellen, die der Mainstream totschweigt oder diffamiert. Wir waren auch bei vielen Demos in Wien dabei. Nebenbei hat mein Sohn seinen Job gekündigt und zieht nächste Woche nach Varna, Bulgarien. Dort möchte er sich selbstständig machen. Meine Mutter kam diese Woche ins Spital, da sie erhöhten Zucker hatte. Wie üblich wurde bei ihr ein PCR-Test gemacht, und was kam heraus? Positiv – ohne jegliche Symptome.


Meine Tochter beschimpfte mich

Silvia, 59, Sekretärin

Corona, das war alles in allem eine sehr schlimme Zeit. Das Schlimmste für mich ist jedoch, dass meine Tochter, 32 Jahre alt, den Kontakt zu mir abgebrochen hat.
Als die Impfkampagne begann, hat sie sich sofort impfen lassen, das war im Sommer 2021. Sie war nach Berlin gezogen, um dort ihr eigenes Leben zu führen. Ich wohne in Nordrhein-Westfalen, und wir sahen uns nicht oft. Sie bestand darauf, dass ich mich auch behandeln lasse, weil ich, Ende 50 und Raucherin, ohne Spritze dem Tode geweiht sei.

Ich bin Multi-Allergikerin, mein Körper reagiert extrem auf alles. Der Gentherapie gegenüber hatte ich gleich ein schlechtes Gefühl und so erklärte ich es meiner Tochter auch. Daraufhin hat sie mich ständig als Schwurbler, Coronaleugnerin und überhaupt als unzurechnungsfähig beschimpft.
Wenn ich ihr sagte, wie sehr mich die Coronamaßnahmen belasteten, dann kam als Antwort: „Selbst schuld!“. Schließlich hielt sie meine Einstellung nicht aus und brach den Kontakt ab. Meine Welt fiel in sich zusammen – es tat so weh, zu sehen, wie unsere Beziehung an der Coronafrage zerbrach. Mittlerweile müsste sie erkannt haben, dass ich mit meinen Ängsten und Bedenken nicht so falsch lag.

Trotzdem haben wir uns nicht wieder angenähert; aber einfach zur Tagesordnung übergehen, das kann ich auch nicht – weder bei ihr noch bei anderen, die mich wegen meiner persönlichen Entscheidung derart angegriffen haben. Es ist einfach zu viel passiert. Ich leide sehr unter dieser Situation, weil wir früher ein sehr gutes Verhältnis zueinander hatten …
Ich bin gespannt, ob und was zukünftig passiert – und hoffe auf eine baldige Versöhnung mit meiner Tochter.


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